Tutorial: Native Instruments Maschine als Hardware-style Effektgerät (deutsch) | Producer Tipps #34

Native Instruments Maschine als Hardware-Effekt nutzen? Genau! In diesem Tutorial (deutsch) zeigt Kai Chonishvili, wie man NI Maschine MK3 als Multieffekt in einem analogen Produktions-Workflow einsetzen kann.

Dieses Tutorial funktioniert prinzipiell mit allen Maschine-Controllern, nur bieten die großen Controller mit Drehreglern mehr Möglichkeiten, als die Mikros. Das MK3-Modell hat zudem das benötigte Audio-Interface gleich mit drin.

Im Detail:

Wenn man seine Hardware Synthesizer/Sampler/etc. an einem Mischpult betreibt und dort die einzelnen Instrumente abmischt, wird der Wunsch nach Effekten wie Hall und Delay vermutlich schnell durchkommen. Hierfür kann man Effektgeräte an die Aux-Wege des Mischpults anschließen und einzelne Instrumente wie Hihat, Percussion und Clap via Send-Regler an die externen Effekte schicken, effektieren und zurück ins Mischpult führen.

Wenn man nun keine externen Effektgeräte hat, kann man stattdessen NI Maschine mit zahlreichen Plug-ins als Hardware-style Effektgerät einrichten. Zunächst müssen die Aux-Ausgänge des Mischpults an die Eingänge des Audio-Interfaces geklemmt werden. In den Sound-Einstellungen eines Pads muss der Audio-Eingang den Kanal des Audio-Interfaces haben, an dem das Send-Signal vom Mischpult ankommt. Dann kann ein beliebiges Plug-in in den Sound Slot geladen werden. Der Audio-Ausgang des Sound Slots muss dann den Kanal am Audio-Interface ansprechen, der das Signal zurück ins Mischpult führt.

Auf diese Weise kann man etliche Sound Slots und Gruppen mit unterschiedlichsten Effekt-Plug-ins bestücken, um einen umfangreichen Multieffekt aufzubauen. In Verbindung mit der Maschine Hardware hat man dann Zugriff auf die Effekt-Parameter, kann diese im Sequenzer automatisieren usw. Die Verwendung von Makro-Parameter, Lock States und Mutes macht das Performen dann noch einfacher.

Randnotiz: Durch die Verwendung eines Audio-Interfaces entstehen Latenzen. Dementsprechend kommt das effektierte Signal leicht verzögert ins Mischpult. Für zeitbasierte Effekte Hall und Delay ist das kein Problem, aber Kompression, Distortion etc. werden hörbare Verzögerungen haben.

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